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Mein ersten Erfahrungen mit Avid Media Composer beim Videoschnitt

Grundsätzlich habe ich schon viel Erfahrung im Videoschnitt. Der Media Composer dem Ruf hat quasi Standard für alle Hollywood Filme zu sein wollte ich mich mit dem Programm vertraut machen. Normalerweise schneide ich meine Videos mit Premiere.

Der erste Eindruck

Beim ersten Start machte der Media Composer den Eindruck einer sehr umfangreichen Schnittsoftware. An manchen Stellen des Programms wirkt es aber als hätte sich seit der Windows XP Zeiten nichts mehr geändert.

Wie von Premiere gewohnt suchte ich eine Art Media Browser um die Videoclips zu importieren. Schnell habe ich diese gefunden und schon begannen die ersten Probleme. Ich konnte dort das gesamte Videomaterial importieren, dabei wird es allerdings in einen anderen Ordner kopiert, oder man verlinkt die Clips von dem Ort aus wo sie sich befinden. Bei mir wurde nur ein Teil der Clips verlinkt, die restlichen Clips wurden immer Importieret. Nach einigen Stunden habe ich aufgegeben meine Clips zu verlinken, und das Zehn Gigabyte Videomaterial importiert. So weit gab es keine Probleme mehr.

Aller Anfang ist schwer – mein Lernfortschritt

Zum lernen des Programmes habe ich mir die Videosehrie Get started fast with Avid Media Composer von Avid angesehen. Diese kann ich nur aller wärmstens an alle weiterempfehlen, die noch keine Erfahrung in Avid haben. In den Ersten fünf Videos wird alles notwendige gezeigt um mit Media Composer ein Videoprojekt umzusetzen.

Die Feuerprobe, Ein Filmprojekt mit Media Composer schneiden

Eine kurze Videoanleitung musste geschnitten werden. Um das gelernte anzuwenden, was liegt näher als einen Film in Media Composer zu schneiden. Von dem Verlinkungsproblem einmal abgesehen geht das Schneiden sehr zackig. Die Hunderten von Tastenkürzel für alle Aktionen und Menüs die frei verändert werden können beschleuningen den Schneidevorgang extrem. Den Cilp auswählen, mit einem Tastendruck erscheint er im Quellmonitor, mit zwei weiteren Tasten den In und Out Point gesetzt und in der Timeline hinten angereiht. Der Abspann lässt sich auch ganz einfach erstellen, man beachte es gib sogar drei Titel Tools. Auch die Farbkorrektur ist auch in Avid möglich. Für mein Projekt habe ich den fertigen Film als xml Datei exportiert und in DaVinci Resolve korrigiert und herausgerendert.

Das kann der Media Composer die Vorteile gegenüber anderen

Die Benutzeroberfläche ist nun wirklich nicht sehr intuitiv. Eine tolle Sache sind allerdings die vielen Tastenkürzel die das Arbeiten wirklich extrem beschleunigen. Davon können sich auch andere Softwareentwickler etwas abschauen. Ich kenne da nur Blender der auch so stark auf Tastaturbedienung setzt. Sicher ist es eines der Umfangreichsten Videoschnittprogramme überhaupt. Viele Funktionen wie z. B. Stereoskopisches 3D werden nur in der „Profiliga“ der Filmproduktion benötigt. Alles in allem ein Programm für fortgeschrittene Cutter. Einsteigern in den Videoschnitt würde ich es allerdings nicht empfehlen. Nach dem ich für eine Film den ich mit Premiere in einer Stunde fertiggestellt hätte, Tage gebraucht habe, bin ich wieder zum gewohnten Premiere zurück gewechselt.

Probleme und Lösungen

Noch kein Programm hat mich so mit Fehlermeldungen überschüttet wie Media Composer. Die ganzen Meldungen waren so kryptisch, dass sie mir nicht weiterhalfen den Fehler zu finden. Wie erwähnt hatte ich die meisten Probleme mit dem AMA Verlinkungen.

In meinem Filmprojekt hatte ich eine Szene in der einzelne Bilder mit einem Video vereint werden musste, das ging leider nicht, da es keine Überblendungsmodi gibt. Die Komposition musste dann mit After Effects gemacht werden.

Standardmäßig nützt Media Composer, genauso so wie Premiere die hardware Beschleunigung durch die Gforce Grafikkarte nicht. Mit einem kleinen Hack ist das aber problemlos möglich.
Auf dem Computer auf dem ich Media Composer installiert habe, hatte ich nur vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Offiziell sind mindestens acht nötig, aber nach dem bestätigen einer Warnmeldung beim Start gab es keine Probleme.

Ja die Fehler sind einfach nur frustrierend wenn man sich denkt, so müsste das doch funktionieren. Falls ihr auch von davon geplagt seid, hier ist noch ein Blog von jemanden der über Media Composers Fehler frustriert ist https://avidhatesyou.blogspot.co.at/.

Fazit

Ich habe das Programm deinstalliert und bin wieder zu Premiere zurückgekehrt. Ist das jetzt ein ein verlorener Rückzug?
Nein ich konnte einiges an Erfahrung sammeln in der Welt der Schnittprogramme. Vielleicht kehre ich später wieder einmal zu Avid zurück, denn das Programm hat nach wie vor große Verbreitung.

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